Systemische Persönlichkeitsanteile-Therapie

                        Persönlichkeitsanteile

 

Ego-State-Therapie oder systemische Persönlichkeitsanteile-Therapie

Die Transaktionsanalyse, die Schematherapie, die Therapie mit der inneren Familie, die Hypnotherapie und die Ego-State Therapie arbeiten alle mit dem Ansatz, dass das „Ich“ bzw. das „Selbst“ verstanden werden kann als ein Gesamtes, welches aus vielen „Unter-Selbst“ besteht.

Nehmen wir den Fall eines Klienten/-in mit Depressionen. Dieser sagt: „Ich habe Depressionen“. Wie wirkt es sich wohl auf die Handlungsfähigkeit des Klienten/-in aus, wenn er stattdessen zukünftig zu sich sagt: „Ein Teil von mir hat Depressionen“? (Denn der Klient/-in stimmt zu, dass er nicht 24 Stunden lang Depressionen hat. Er hat sie mal stärker, mal schwächer und manchmal gar nicht) Nun ist es dem Klienten/-in möglich sich zu fragen, wer denn dieser Teil in ihm ist, der sich depressiv fühlt, in welchen Momenten er sich mehr zeigt, in welchen weniger, was dieser Teil braucht, wie es diesem Teil geht usw.

Andere Persönlichkeitsanteile zeigen sich in der Psyche als „innere Kritiker“, „innerer Richter“, „Perfektionist“, als fürsorgliche Teile, als kreative Teile, als mutige Teile, als ängstliche oder wütende Teile usw. Probleme bereiten uns die Persönlichkeitsanteile, die wir als destruktiv in ihrem Verhalten wahrnehmen. Die uns behindern oder Verhalten machen lassen, die wir gar nicht möchten. Auch diese Persönlichkeitsanteile können sich angeschaut werden, es kann gefragt werden für welches Ereignis im Leben sie die bestmögliche Lösung einst dargestellt haben und welches Verhalten zukünftig stattdessen eingenommen werden soll.

In der Regel ist es so, dass diese destruktiv wahrgenommenen Anteile den Persönlichkeitsanteil „Inneres Kind“ vor jeglich weiteren Verletzungen schützen wollen. Deshalb ist es nicht sinnvoll diese Persönlichkeitsanteile einfach weg zu therapieren, denn dann kommt ein hilfloses, ohnmächtiges oder überfordertes „Inneres Kind“ zum Vorschein. Ziel muss es daher sein, die verantwortungsvolle Aufgabe dieser Anteile zu verstehen, sie als Co-Therapeuten zu gewinnen und mit Ihnen gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für das heutige Erleben des Klienten hilfreich sind und dennoch alte Verletzungen schützen.