Das innere Kind / Innere Kind retten

innere_kind1Fragen Sie sich, was das „innere Kind“ ist?
Das „innere Kind“ oder auch „Kind-Ich“ ist der Anteil in Ihnen, der Sie von der Geburt bis zum Erwachsenenalter gewesen sind. Dieser Teil Ihrer Persönlichkeit kann eine ganz unbeschwerte und glückliche Kindheit erfahren haben. Alle Grundbedürfnisse nach Liebe, Selbstwert, innerer und äußerer Sicherheit, Orientierung, Grenzensetzung und Erleben von Spiel und Spass und sich ausprobieren, wurden dann erfüllt.

Aber viele „Kind-Ichs“ haben Formen von Vernachlässigung, Verlassenheit, Mißbrauch, soziale Isolation, Schuld, Scham, Versagensängste, Überbehütung, Ablehnung und Ausgrenzung erfahren. Diese „inneren Kinder“ zeigen sich im Erwachsenalter durch immer wiederkehrende, oftmals destruktive Verhaltensmuster oder auch durch kritische bis hin zur Vernichtung existierende Glaubenssätze. So wie in der Kindheit, so werden diese „inneren Kinder “ auch heute von dem „Erwachsenen-Ich“ weggestoßen, nicht gewollt, mit Worten verurteilt und geschlagen, abgelehnt. Das „innere Kind“ spiegelt alle Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der Kindheit wieder. Diese Kindheit hat den Erwachsenen geprägt.

Mit Hilfe unterschiedlicher Interventionen (Imaginationen, Stühle-Arbeit, Aufstellungen u.a) ist es möglich in Kontakt mit diesem „inneren Kind“ zu kommen, zu erfahren, durch welches Verhaltensmuster es sich ausdrückt, welches Bedürfnis es in seiner Kindheit nicht erfüllt bekommen hat, um dann das „Erwachsene-Ich“ zu schulen, dieses „innere Kind“ nachträglich zu nähren. Ziel ist es, dass die alten destruktiven, für das „innere Kind“ aber sehr sinnvollen Verhaltensmuster in, für die gesamte Persönlichkeit hilfreiche, umgewandelt werden.

Wie wird sich das „innere Kind“ eines Menschen fühlen, wenn es im Kindesalter geschlagen und gedemütigt wurde? Stellt der „innere Erwachsene“ den Kontakt zu diesem „inneren Kind“ her, so hat er die Möglichkeit dem „inneren Kind“ zuzuhören und ihm das zu geben, was es an Unterstützung braucht. Die Umwandlung von einem unglücklichen, ungeliebten Kind zu einem glücklichen, geliebten Kind ist das Ziel.
Je mehr wir das „innere Kind“ in uns wahrnehmen, je mehr wir es verstehen und es unterstützen, um so mehr wird es zu unserem Wohlbefinden beitragen.