Katathymes Bilderleben

Hanscarl Leuner, ein deutscher Psychotherapeut, entwickelte das Katathyme Bilderleben, auch „Symboldrama“ genannt. Durch Imaginationen im Tagtraum erhält der Klient/-in außerordentliche Möglichkeiten sein Thema zu erschließen und Lösungen zu suchen.

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Die Motive des katathymen Bilderlebens sind in Grundstufe, Mittelstufe und Oberstufe eingeteilt.
Die Grundstufe z.B. umfasst die Motive: Wiese, Bachlauf, Berg, Haus und Waldrand. Der Klient/-in hat über die Imagination dieser Bilder die Möglichkeit Szenen entstehen zu lassen, die im Zusammenhang mit seinem Thema stehen oder Rückschlüsse darauf geben. Dabei stellt die Wahl des Motivs für den Therapeuten bereits ein wichtiges Instrument dar. So gibt z. B. das Aussehen der Wiese einen Rückschluss auf das momentane Befinden des Klienten/-in, die Bergbesteigung Hinweis auf Hindernisse im Leben, die es gilt beiseite zu räumen. Das Haus steht symbolisch für die Begehung der inneren Räume: Wie sieht es in den inneren Räumen des Klienten/-in aus? Welche symbolischen Gegenstände tauchen auf? In welchem Teil des Hauses fühlt er sich wohl, welcher ängstigt ihn? Die Arbeit mit den katathymen Bildern ist eine sehr machtvolle und effektive Arbeit. Zudem dient sie als hervorragendes Instrument, wenn ein Klient/-in nur schwer „Bilder“ vor seinem geistigen Auge entstehen lassen kann. Es fällt dann schon wesentlich leichter sich eine Wiese vorzustellen oder einen Baum. Steht erst einmal ein Bild, dann kann es sich entwickeln und das Unterbewusstsein beginnt symbolhaft zu kommunizieren.