Systemische Persönlichkeitsteilearbeit

Die Transaktionsanalyse, die Schematherapie, die Therapie mit der inneren Familie, die Hypnotherapie und die Ego-State Therapie arbeiten alle mit dem Ansatz, dass das „Ich“ bzw. das „Selbst“ verstanden werden kann als ein Gesamtes, welches aus vielen „Unter-Selbst“ besteht.

Nehmen wir den Fall eines Klienten/-in mit Depressionen. Dieser sagt: „Ich habe Depressionen“. Wie wirkt es sich wohl auf die Handlungsfähigkeit des Klienten/-in aus, wenn er stattdessen zukünftig zu sich sagt: „Ein Teil von mir hat Depressionen“? (Denn der Klient/-in stimmt zu, dass er nicht 24 Stunden lang Depressionen hat. Er hat sie mal stärker, mal schwächer und manchmal gar nicht) Nun ist es dem Klienten/-in möglich sich zu fragen, wer denn dieser Teil in ihm ist, der sich depressiv fühlt, in welchen Momenten er sich mehr zeigt, in welchen weniger, was dieser Teil braucht, wie es diesem Teil geht usw.

Andere Persönlichkeitsanteile zeigen sich in der Psyche als „innere Kritiker“, „innerer Richter“, „Perfektionist“, als fürsorgliche Teile, als kreative Teile, als mutige Teile, als ängstliche oder wütende Teile usw. Probleme bereiten uns die Persönlichkeitsteile, die wir als destruktiv in ihrem Verhalten wahrnehmen. Die uns behindern oder Verhalten machen lassen, die wir gar nicht möchten. Auch diese Persönlichkeitsteile können sich angeschaut werden, es kann gefragt werden für welches Ereignis im Leben sie die bestmögliche Lösung einst dargestellt haben und welches Verhalten zukünftig stattdessen eingenommen werden soll.